Verantwortungsvolles Spielen

Glücksspiel ist Unterhaltung — nicht Einkommensquelle, nicht Ausweg, nicht Investition. Wer diese Grenze verliert, gerät schnell in eine Situation, die allein kaum noch zu kontrollieren ist. Diese Seite richtet sich an Menschen, die bei Casinospielen oder Sportwetten unsicher sind, ob ihr eigenes Verhalten noch im Rahmen ist, und an Angehörige, die sich Sorgen um eine Person in ihrem Umfeld machen. Wir sammeln hier Warnzeichen, Selbsttests, präventive Tools und die wichtigsten Hilfsangebote in Deutschland — alle kostenlos und viele anonym erreichbar.

Brauchst du sofort Unterstützung? Die bundesweite Sucht- und Drogen-Hotline erreichst du rund um die Uhr unter 01806 313 031 (20 Cent/Anruf aus dem Festnetz). Für Online-Beratung steht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Verfügung.

Die Grundregeln, die wir allen Lesern empfehlen

Bevor du auch nur einen Euro einzahlst, solltest du diese Regeln für dich selbst festlegen — und ehrlich prüfen, ob du sie einhalten kannst:

Warnzeichen: Wann aus Unterhaltung ein Problem wird

Problematisches Spielverhalten entwickelt sich selten plötzlich, sondern schleichend. Die folgenden Muster gehören zu den frühesten und deutlichsten Warnzeichen. Je mehr davon zutreffen, desto wichtiger ist es, externe Hilfe hinzuzuziehen:

Wenn mindestens drei dieser Punkte auf dich zutreffen, empfehlen wir dringend den Kontakt zu einer der unten aufgeführten Beratungsstellen. Du musst dafür kein Spielsucht-Label für dich akzeptieren — eine unverbindliche, anonyme Beratung kann schon viel klären.

Selbstschutz-Tools bei SpinBetter und anderen Anbietern

Seriöse Glücksspielanbieter stellen Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Spieler ihre eigene Aktivität begrenzen können. Diese Tools helfen nur, wenn man sie nutzt — und zwar am besten bevor das Bedürfnis entsteht, sie zu nutzen. Zu den typischen Optionen gehören:

Wer diese Tools bei SpinBetter aktivieren möchte, findet sie im Kundenbereich unter „Kontoeinstellungen" oder „Verantwortungsvolles Spielen". Die Aktivierung ist sofort wirksam. Ein einmal gesetztes Limit lässt sich in der Regel schnell senken, aber nur mit Verzögerung erhöhen — ein bewusst eingebauter Schutzmechanismus.

Das bundesweite Spielersperrsystem OASIS

Spieler mit Wohnsitz in Deutschland können sich zusätzlich über das bundesweite Spielersperrsystem OASIS eintragen lassen. Die Sperre gilt für alle in Deutschland lizenzierten Glücksspielanbieter und hält mindestens ein Jahr. Die Eintragung erfolgt entweder über eine direkte Fremdsperre durch einen lizenzierten Anbieter oder über eine eigenständige Selbstsperre bei der zuständigen Landesbehörde. Für Offshore-Anbieter gilt das System nicht automatisch — in diesen Fällen muss die Sperre beim jeweiligen Anbieter separat beantragt werden.

Hilfsangebote in Deutschland — kostenlos und anonym

Die folgenden Angebote sind alle kostenfrei. Die meisten sind anonym und erfordern keine Anmeldung. Keines davon nimmt dich in die Verantwortung, sofort eine Entscheidung zu treffen — Beratung darf auch einfach Beratung sein.

Telefon-Beratung

Online-Beratung und Informationen

Ambulante und stationäre Beratung

Ambulante Suchtberatungsstellen gibt es in nahezu jeder deutschen Stadt. Die Angebote reichen von einmaligen Erstgesprächen bis zu mehrmonatigen Therapieprogrammen. Die Kosten werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Eine Übersicht nach Postleitzahl bietet die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) über ihre Einrichtungssuche.

Schutz von Minderjährigen

Glücksspiel ist in Deutschland ab 18 Jahren erlaubt. Wir empfehlen allen Eltern, in deren Haushalt Jugendliche leben, die auch nur theoretisch Zugriff auf einen Rechner oder ein Smartphone haben:

Ein Wort an Angehörige

Wenn du dir Sorgen um eine Person in deinem Umfeld machst, bist du nicht allein — und du trägst keine Schuld an der Situation. Angehörige von Menschen mit problematischem Spielverhalten leiden oft still: Finanzen werden belastet, Vertrauen erodiert, Beziehungen zerbrechen. Die oben genannten Beratungsstellen bieten eigene Programme für Angehörige an. Du darfst dir Unterstützung holen, unabhängig davon, ob die betroffene Person selbst bereit ist, Hilfe anzunehmen.

Konkrete Tipps für das erste Gespräch mit einer betroffenen Person: Sprich ruhig, nicht vorwurfsvoll. Beziehe dich auf konkrete Beobachtungen, nicht auf Diagnosen. Biete Unterstützung beim ersten Schritt an (z. B. die gemeinsame Suche nach einer Beratungsstelle), aber übernehme nicht die Verantwortung für die Behandlung. Und: Schütze deine eigenen Finanzen und dein Wohlbefinden — du kannst niemandem helfen, wenn du selbst zusammenbrichst.

Wenn du gerade gespielt hast und es dir nicht gut geht: Melde dich bei einer der Hotlines oben. Eine anonyme Beratung kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Allein darüber zu sprechen, kann den Unterschied machen.

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